Die Rache meines Chefs und Spitzenwäsche!

20160421_171045Hallo Ihr lieben Follower,

wie versprochen kommt hier mein Bericht von meinem Trip nach Göteborg.

Vorweg erstmal: Göteborg hat nicht wirklich etwas mit unserm Goethe zu tun und ihr könnt mir glauben, ich habe überall nach Spuren gesucht!

Mein Chef musste mich ja mitnehmen, da ich ein Geheimnis weiß, was ihn in Schwierigkeiten bringen würde, wenn ich es an passender Stelle erzählen würde (Ihr wisst schon, die Sache mit den Booten).

Also ich durfte mit nach Göteborg, aber ich habe nicht gewusst, dass die gesamte Verwandtschaft von meinem Chef auch mit dabei sein würde. In Kiel ging es dann an Bord der Stena Line, da ich ja keine Kabine hatte, habe ich kurzerhand meinen Chef zu seinen beiden Nichten in die Kabine verbannt und hatte somit eine tolle Außenkabine mit einem herrlichen Blick aufs Wasser.

20160422_105934
Ritz Hotel 😀

Auf keinen Fall wollte ich die ganze Zeit mit meinem Chef abhängen, deshalb habe ich mich dann auch mal in einem anderen Hotel eingebucht. Das tat mal gut so richtig verwöhnt zu werden. Ich hatte ja zum Glück noch genug Erspartes aus Leipzig und so hatte ich ein paar wundervolle Tage.

 

Bei einem Spaziergang durch die Stadt traf ich dann doch wieder auf meinen Chef und er bat mich zu einem Gespräch mit ihm zu kommen. Irgendwie war mir das gar nicht geheuer, aber ich bin ja nun mal ein höflicher Mensch. Er führte mich in eine etwas zwielichtige Gegend. Irgendwie wollte er mir verdeutlichen, dass es so nicht weitergehen kann und er bot mir einen Haufen Geld an, wenn ich ihn von nun an in Ruhe lassen würde. Gerade dachte ich darüber nach das Angebot anzunehmen, als aus einer dunklen Ecke ein paar sehr obskure Typen auftauchten. Ich lief so schnell ich konnte, doch ich habe nicht gewusst, dass es sich um eine Sackgasse handelte. Also versteckte ich mich unter einem Auto und hoffte, die Typen hätten das nicht mitbekommen. Aus der Ferne hörte ich dann eine ziemliche Rauferei, ich verstand kein Wort (ich kann ja kein Göteborgisch).

Nach drei Stunden wagte ich es dann aus meinem Versteck zu krabbeln. Ich schlich ganz vorsichtig an den Gebäuden entlang, als ich an der Stelle vorbeikam, wo ich meinen Chef verlassen habe, überkam mich das Grauen. Die ganze Wand war voll von Blutspritzern. 20160422_164851Nun stand ich völlig unter Schock und mir tat mein Chef wirklich leid. Da von ihm keine Spur zu finden war, ging ich in sein Hotel und wollte der Familie mitteilen, was da Schreckliches geschehen war.

Die Eltern von meinem Chef fingen dann plötzlich laut an zu lachen und ich verstand die Welt nicht mehr. Sie erklärten mir, dass die ganze Sache von meinem Chef eingefädelt wurde und die Blutspritzer wären ein Becher Rote-Beete-Smoothie, aber ich sollte ihren Sohn ab jetzt mal etwas in Ruhe lassen, denn sie könnten nicht versprechen, dass nicht mal aus Spaß auch Ernst werden könnte.

Von da an habe ich mich dann erstmal ferngehalten von der ganzen Sippschaft, die scheinen ja alle etwas durchgeknallt zu sein. Stattdessen habe ich mir dann noch ein paar schöne Tage in Göteborg gemacht und für Frau Müller-Liebelein habe ich dann auch noch ein paar Geschenke mitgebracht.20160422_103840

Zurück zu Hause hat meine Mutter dann die Spitzenware entdeckt und war ganz entzückt, dass ich ihren Geschmack so gut getroffen habe. Na ja, dann muss Frau Müller-Liebelein halt noch etwas warten.

In der Bücherei bin ich seither noch nicht wieder gewesen, aber ich denke ich vergebe meinem Chef und werde nächste Woche mal wieder anfangen zu arbeiten, schließlich bin ich der weltbeste ehrenamtliche Mitarbeiter. Aber ich überlege mir das noch mal übers Wochenende.

Bis bald euer Rudolph

 

 

Advertisements